DADERA
AICB · AIContextBuilder

Damit KI-Werkzeuge Ihren C#-Code wirklich verstehen.

AICB (AIContextBuilder) analysiert eine .NET-Solution mit Roslyn – so, wie der Compiler sie sieht – und stellt das Ergebnis Coding-Agenten und Sprachmodellen zur Verfügung.

Was AICB machtBezugsquellen & Dokumentation
Aus der Praxis

Aus meiner eigenen Arbeit entstanden.

Ich habe AICB für meine eigene tägliche Arbeit entwickelt – dazu gehören Add-ons für SAP Business One, Schnittstellen, EDI-Anbindungen und individuelle Software. Für SAP Business One bringt es deshalb passende Voreinstellungen mit: für Schichten, Namensräume und typische Fehlerquellen der DI API. Es bleibt dabei ein allgemeines .NET-Werkzeug.

AICB hat keine Verbindung zu SAP Business One und stellt keine her. Es liest C#-Quelltext – und ein Add-on ist ein C#-Projekt wie jedes andere. Voraussetzung ist das SDK-Projektformat. Die Voreinstellungen im Einzelnen stehen bei der Desktop-App.

Semantische Codeanalyse

Beziehungen statt Textstellen.

Eine Textsuche findet Zeichenketten. AICB sammelt nicht einfach Dateien oder Fundstellen, sondern analysiert mit Roslyn, wie Ihr C#-Code tatsächlich zusammenhängt – so, wie der Compiler ihn sieht.

  • Symbole
  • Referenzen
  • Implementierungen
  • Overrides
  • Aufrufketten
  • Abhängigkeiten
  • Dependency Injection
  • Tests
  • Nebenwirkungen
  • XAML-Bindungen

Wer ruft das auf?

Eine Textsuche findet den Namen. Sie findet nicht die Aufrufe, die über ein Interface oder eine Basisklasse laufen.

Was bricht, wenn ich das ändere?

Die direkten Treffer sind selten das Problem. AICB nennt auch die Aufrufer der Aufrufer.

Was ist überflüssig?

Toter Code, Abhängigkeitszyklen und ungenutzte Registrierungen stehen nirgends im Quelltext. Sie ergeben sich erst aus dem Gesamtbild.

Wo AICB etwas nicht sicher weiß, sagt es das: Eine Antwort unterscheidet „keine Aufrufer“ von „Aufrufer unbekannt“ und zeigt, ob eine Angabe aus dem Code, aus einem AI Tag oder aus einer Schätzung stammt.

Ein Kern, zwei Wege

Was AICB macht

AICB liest eine Solution einmal ein und versteht sie als Ganzes: Typen, Aufrufe, Abhängigkeiten, Tests. Diese Analyse nutzen Sie auf zwei Wegen – je nachdem, ob ein Agent fragt oder Sie selbst auswählen.

Für Coding-Agenten

MCP-Server & Kommandozeile

Coding-Agenten fragen AICB direkt nach Symbolen, Aufrufern und den Auswirkungen einer Änderung – statt den Quelltext zu durchsuchen. Einzelne Fragen gehen auch ohne Agenten über die Kommandozeile.

Getestet mit Claude Code, Codex und OpenCode

Zum MCP-Server →
Für Ihre eigene Auswahl

Desktop-App

Eine Windows-Anwendung, in der Sie festlegen, welche Teile einer Solution in ein Kontextdokument für ein Sprachmodell gehören und wie ausführlich – nachvollziehbar und wiederholbar.

Zur Desktop-App →

So läuft es – auf beiden Wegen

  • Solution öffnen
  • Roslyn analysiert
  • Auswählen oder fragen
  • Kontextdokument oder Antwort

Beide Wege teilen sich eine Analyse und eine Konfiguration. Was Sie in der Desktop-App einstellen, gilt auch für den MCP-Server – und umgekehrt.

Einsatzgebiete

Für die schwierigen Fragen.

AICB ist nicht für die schnelle Einzelfrage gebaut, sondern für Aufgaben, bei denen Zusammenhänge über viele Dateien hinweg entscheiden.

  • Impact-Analyse

    Bevor sich etwas ändert: wer ein Symbol benutzt, direkt und über mehrere Stufen, welche Tests es absichern und was der Compiler nicht meldet.

  • Refactoring

    Schichten, Abhängigkeitszyklen, Kopplung und Komplexität – und danach ein Review mit Urteil, einschließlich Änderungen an der öffentlichen API.

  • Debugging

    Tiefe Aufrufketten, der Weg von einer Methode zur anderen, Nebenwirkungen wie Datei- oder Netzzugriff und typische Async-Fallstricke.

  • Große Codebasen verstehen

    Architekturübersicht, Einstiegspunkte und die Rolle jedes Typs – für die Einarbeitung in eine fremde oder über Jahre gewachsene Solution.

  • Tests und Abdeckung

    Welche Tests ein Symbol abdecken, wo Abdeckung fehlt und wo komplexer Code ungetestet ist.

  • Code-Qualität

    Toter Code, Design-Schwächen, Aufrufe in fremde Bibliotheken und Compiler-Diagnosen ohne vollständigen Build.

Context unter Kontrolle

So viel Context wie nötig – nicht so viel wie möglich.

Der Context ist nicht fest vorgegeben. Sie bestimmen, welcher Code und welche Zusammenhänge hineingehören – damit das Modell das Relevante bekommt und nicht einfach alles.

  • Konfigurierbare Zusammenhänge

    Aufrufer, aufgerufene Methoden, Verwendungen, Vererbung, Interface-Implementierungen, injizierte Abhängigkeiten, erzeugte und benutzte Typen, Tests – einzeln zuschaltbar, mit einstellbarer Erweiterungstiefe. Framework-Typen, generierter Code oder Testklassen bleiben auf Wunsch draußen.

  • Kontrollierte Größe

    Token-Budget, Detailstufe je Knoten von der reinen Signatur bis zum vollständigen Quelltext, adaptive Verdichtung und eine Schätzung der Dokumentgröße, bevor etwas ans Modell geht.

  • Profile für die Aufgabe

    Mitgelieferte Vorlagen bündeln eine Context-Strategie: General für den Alltag, Refactoring mit Architektur, Schichten und Qualitätsmetriken, Debugging mit tiefen Aufrufketten, voller Detailtiefe und Zeilennummern. Dazu Vorlagen für Feature-Arbeit, Einarbeitung, Tests, Dokumentation, Performance und Sicherheit – und für Agenten passende Werkzeug-Profile.

  • XAML inklusive

    WPF-Oberflächen werden mitgelesen: welche Bindung auf welche Property zeigt, welche View einen Typ verwendet, welche Bindung ins Leere läuft. Die zum Code gehörende XAML kommt mit in den Context – Oberfläche und C#-Code werden gemeinsam betrachtet.

Alle Einstellungen im Einzelnen stehen bei der Desktop-App.

AI Tags

Was nicht im Code steht, sagen Sie dem Modell direkt am Code.

Manches geht aus dem Quelltext allein nicht zuverlässig hervor: welche Rolle eine Klasse fachlich spielt, zu welcher Schicht sie gehört, welche Regel sie schützt. Mit AI Tags schreiben Sie das als kurzen Block in den Dokumentationskommentar – AICB nimmt es in den Context auf.

  • Direkt am Code – im gewohnten ///-Kommentar, versioniert mit dem Quelltext
  • Bedeutung statt Vermutung – Rolle, Schicht, Fachbereich, Verantwortung, Nebenwirkungen, Stabilität und mehr
  • Vorrang vor Schätzungen – ein AI Tag schlägt die automatische Ableitung; none schaltet eine falsche Ableitung ab
  • Wichtiges bleibt drin – mit priority="high" markierte Methoden bleiben beim Verdichten erhalten
  • Auch für Agenten – der MCP-Server sucht nach getaggten Rollen und Schichten und zeigt, welche Angabe vom Entwickler stammt
/// <summary>Berechnet Preise für Rahmenverträge.</summary>
/// <ai>
/// role="DomainService"
/// layer="Application"
/// domain="Pricing"
/// responsibility="Vertragspreis vor Listenpreis"
/// sideEffects="none"
/// </ai>
public class ContractPricingService
Stand und Ausblick

Heute von Hand gesteuert – als Nächstes mehrstufig.

Heute wenden Sie Vorlagen manuell an: Sie stellen den Context zusammen, prüfen ihn und schicken ihn ab. Zwei weitere Laufarten sind in AICB bereits angelegt, aber noch nicht freigegeben.

Iterations geplant

Mehrstufige, automatisierte Abläufe über viele Stellen hinweg – je Klasse oder Methode ein eigener Schritt. Zum Beispiel, um AI Tags zu erzeugen, zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Preselection geplant

Das Modell bekommt zuerst eine kompakte Übersicht der Solution und wählt den relevanten Context vor; erst dann folgt der eigentliche Auftrag. AICB wird damit zum steuerbaren Harness zwischen Entwickler, Codebasis und Sprachmodell – die Kontrolle bleibt beim Menschen.

Unterstützte Projekte

Vom .NET Framework bis .NET 10

AICB lädt C#-Projekte im SDK-Projektformat. Geprüft ist das an öffentlichen Open-Source-Solutions mit diesen Zielframeworks:

  • .NET Framework4.6.2 · 4.7.2 · 4.8.1im SDK-Projektformat
  • .NET Standard2.0 · 2.1Bibliotheken für mehrere Plattformen
  • .NET6 · 8 · 9 · 10auch Windows-Ziele wie WPF
  • Solutions – als .sln, .slnx oder Solution-Filter .slnf
  • Auch große Solutions – geprüft u. a. an dotnet/roslyn mit 406 Projekten
  • Mehrere Zielframeworks je Projekt – werden erkannt; wahlweise wird nur das neueste analysiert
  • Sprachstand – bis einschließlich C# 14
  • .NET-SDK oder Visual Studio – passend zu den Zielen der Solution, Pakete wiederhergestellt
  • Desktop-App – unter Windows
  • MCP-Server und Kommandozeile – nicht an Windows gebunden

Nicht als unterstützt ausgewiesen sind Projekte im älteren, klassischen Projektformat, wie es bei vielen .NET-Framework-Anwendungen noch verbreitet ist. Enthält eine Solution solche Projekte, lässt sich der übrige Teil über einen Solution-Filter analysieren.

Lokal und datensparsam

Was auf Ihrem Rechner bleibt.

AICB arbeitet lokal und sendet von sich aus nichts nach außen. Die einzige Verbindung, die die Desktop-App aufbaut, ist die zu einem Sprachmodell – und die nur, wenn Sie es auslösen.

  • Keine Telemetrie – kein Nutzungsversand, kein Update-Check, keine Absturzberichte
  • Kein Lizenzserver – keine Aktivierung, keine Online-Prüfung
  • Kein Netzverkehr – MCP-Server und Kommandozeile senden nichts nach außen
  • Sprachmodell nur auf Knopfdruck – wahlweise auch ein lokal laufendes Modell
Verfügbarkeit

Bezugsquellen und Dokumentation

Hier finden Sie die Veröffentlichungen von AICB und die ausführliche Dokumentation zum Herunterladen.

Bezugsquellen

AICB ist auf den folgenden Plattformen veröffentlicht:

Das Release enthält den Windows-Installer, eine portable ZIP-Fassung und den MCP-Server als .NET-Paket. Auf nuget.org folgt der MCP-Server in Kürze; bis dahin wird er aus der heruntergeladenen Paketdatei installiert.

Dokumentation (PDF)

Die vollständige Beschreibung von AICB: alle Oberflächen mit Screenshots, sämtliche Funktionen und ausführliche Erläuterungen.

Die ausführliche Dokumentation ist in Arbeit und steht hier zum Download bereit, sobald sie fertig ist.

Lizenz

Kostenlos bis zu einer Größe.

Die Lizenz richtet sich nach der Größe Ihrer Organisation, nicht nach dem Funktionsumfang. Die Nutzung ist kostenlos, solange Ihre Organisation keine dieser drei Schwellen erreicht:

  • 100 Mitarbeiter – gezählt über die Unternehmensgruppe
  • 10 Mio. EUR Jahresumsatz
  • 21 Entwickler

Für natürliche Personen – privat, im Hobby, in der Ausbildung – und für Bildungseinrichtungen in Lehre und nicht-kommerzieller Forschung ist die Nutzung unabhängig davon kostenlos. Gezählt wird ausschließlich Ihre eigene Organisation: die Größe Ihrer Kunden spielt keine Rolle, auch nicht bei der Arbeit vor Ort. Ab dem Erreichen einer Schwelle ist eine kommerzielle Lizenz erforderlich; die Konditionen bespreche ich individuell.

Der Funktionsumfang ist in allen Fällen derselbe: es gibt keine beschnittene Gratisfassung und keine technische Prüfung. Maßgeblich ist der Lizenztext, der mit der Software ausgeliefert wird.

Fragen zu AICB?

Zum Einsatz in Ihrem Team, zur kommerziellen Lizenz oder zu Ihrem Projekt – schreiben Sie mir kurz, womit Sie arbeiten.

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